Wichtige Produktinformationen Türschlösser

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Anhang Wichtige Produktinformationen Türschlösser Produkthaftungsgesetz Gemäß der im „Produkthaftungsgesetz“ definierten Haftung des Herstellers für seine Produkte sind die nachfolgenden Informationen über Schlösser zu beachten. Die Nichtbeachtung entbindet uns von unserer Haftungspflicht. 1. Produktinformation und bestimmungsgemäße Verwendung Ein Schloss hat meist die Aufgabe, eine lotrecht eingebaute Tür zu verschließen und sie zu versperren. Manche einfache Schlosskonstruktionen dienen nur zum Verschließen – auch Verschlüsse genannt. Unter Verschließen versteht man das Geschlossenhalten einer Tür derart, dass sie durch Zug und Druck nicht geöffnet werden kann, andererseits auf einfache Art und Weise, etwa durch Drückerbetätigung, zu öffnen ist. Unter Versperren versteht man das Sichern der geschlossenen Tür durch einen aus dem Türschloss ausgeschobenen, ungefederten, starren Riegel, der in die entsprechenden Ausnehmungen der Zarge bzw. der Schließblechöffnung greift. Der Riegel muss in der Endlage festellbar sein, ferner muss das Öffnen der Türe ohne passenden Schlüssel wirksam erschwert sein. Zum Verschließen dient die Falle. Das Versperren übernimmt der Riegel. Mit dem Getriebe wird der Riegel verschoben. Das Gesperre (Zuhaltung mit Verankerung) übernimmt das Festhalten in einer bestimmten Lage. Versperrt werden darf nur in vorher bereits geschlossenem Zustand (gilt auch für Hakenfallen, Zirkelriegel). Zylinderbefestigungsschrauben sind auf Dornmaßlänge abzustimmen oder anzupassen. Ein Einsteckschloss ist ein Schloss, das in eine vorhandene Ausnehmung (Schlosstasche) im Türblatt eingesteckt und verschraubt wird und in der Regel Drehflügeltüren als Basis hat. Zur Sicherstellung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs gilt auch die richtige Kombination mit zulässigen Beschlägen und Schließmitteln (z.-B. Schlüssel, Zylinder) sowie Zubehör (z.-B. Schließblech) bei der Montage nach Einbauanweisung bzw. nach abgestimmten DIN-Normen unter Einbeziehung der Wartung. Schlösser für Türen mit Sonderfunktionen sind entsprechend den Bestimmungen auszuwählen und gegebenenfalls zusätzlich zu kennzeichnen. Bei Panikschlössern in Türen für Flucht- und Rettungswege darf die Drückerbetätigung nicht gleichzeitig mit dem Versperren oder Entsperren erfolgen. Diese Schlösser sind in der Notfunktion für die geringe Betätigungsfrequenz im Notfall ausgelegt. Das normale, gewollte Versperren (d. h. 1- oder 2-tourig durch Schlüsseldrehung) bzw. Entsperrung darf nicht durch Dauerbetätigung der Notfunktion ersetzt werden. Schließzylinder (Euro-Profilzylinder) können nur dann vorbehaltlos in Schlösser eingebaut werden, wenn diese Schließzylinder einer Maßnorm (DIN 18252) unterliegen und solche Schlösser ausdrücklich für Schließzylinder nach dieser Norm vorgerichtet sind. Grundsätzlich sollten Zylinder derart eingebaut werden, dass der Schließbart von der Schlossstulpe wegzeigt, es sei denn, die Rechts-/Linksstellung des Schließbartes hat keinen Einfluss auf die Wechselstellung im Schloss. In allen anderen Fällen muss sich der Hersteller, Händler, Verarbeiter oder Verbraucher solcher Schlösser Gewissheit verschaffen, dass der von ihm ausgewählte Schließzylinder für den Einbau und für die vorgesehene Verwendung geeignet ist. Zwingende Rechtsvorschriften müssen beachtet werden. In Anti-Panik-Einsteckschlösser dürfen keine Schließzylinder mit Freilauffunktion des Mitnehmers eingebaut werden. Dies sind beispielsweise Zylinder, bei denen sich der Mitnehmer bei abgezogenem Schlüssel frei drehen lässt, oder sogenannte Knaufzylinder. Allgemeine Begriffe, soweit diese nicht in Katalogteilen und Bildern erläutert werden, sind in DIN 18250, DIN 18251, DIN 18252 und den Beschlagnormen definiert. Abweichungen von der Norm sind bei der Bestellung anzugeben. 2. Fehlgebrauch Ein Fehlgebrauch – also die nicht bestimmungsgemäße Produktnutzung – von Schlössern liegt beispielsweise vor, wenn: • Schlösser nicht in lotrecht eingebaute Türen aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Stahl und entsprechenden Werkstoff- Kombinationen eingesetzt werden, • durch das Einbringen von fremden und/oder nicht bestimmungsgemäßen Gegenständen in das Schloss oder in das Schließblech der einwandfreie Gebrauch verhindert wird, • Schlösser nicht in feststehenden Türen eingesetzt werden, • ein Ein- oder Angriff an dem Schloss oder Schließblech vorgenommen wird, welcher eine Veränderung des Aufbaus, der Wirkungsweise der Funktion zur Folge hat, • zum Offenhalten der Tür der ausgeschlossene Schließriegel bestimmungswidrig genutzt wird, • die Verschlusselemente funktionsbehindernd montiert oder nachbehandelt werden, z. B. überlackieren, • nicht bestimmungsgemäße, über die normale Handkraft hinausgehende Lasten auf die Drückerverbindung gebracht werden, • nicht dazugehörige, z. B. maßlich abweichende oder falsch eingestellte Schließmittel verwendet werden, • eine Erweiterung oder Verringerung des geforderten Tür Stand: 28.08.2014 115


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